Glossar

Psychologische Fachbegriffe sind nicht immer leicht zu verstehen. Wir haben einen Glossar für Sie zusammengestellt, in dem diese Begriffe kurz erläutert und erklärt werden. Über die Buchstaben im rechten Kasten gelangen Sie schnell zum gesuchten Begriff.

Begriffe mit dem Buchstaben A

Agoraphobie

Die Agoraphobie gehört zu den phobischen Störungen. Von Agoraphobie Betroffene haben übermäßige Ängste auf öffentlichen Plätzen oder in einer Menschenmenge, häufig auch in Verbindung mit Reisen. Allgemein ist sie eher unter Platzangst bekannt, wobei dieser Begriff in die Irre führen kann, da er hauptsächlich auf die Angst in engen Räumen hinweist, was nicht richtig ist.

AIDS

Acquired Immunodeficiency Syndrome (zu Deutsch: Erworbenes Immun-Schwäche-Syndrom) ist die Folge einer Infektion mit dem HI-Virus (Human Immunodeficiency Virus). Das HI-Virus bewirkt eine schrittweise Zerstörung des Immunsystems, was eine erhebliche Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems bei Infektionen zur Folge hat.

Altersschizophrenie

Der Begriff Altersschizophrenie ist eher umstritten. Er beschreibt das erstmalige Auftreten einer Schizophrenie im gehobenen Alter. Typischerweise tritt Schizophrenie bereits um das 20. Lebensjahr auf. 

Amnesie

Bedeutet Gedächtnisverlust. Der Betroffene kann sich nach einem traumatischen Ereignis (möglich wäre ein Unfall, Alkoholmissbrauch, Medikamente etc…) nicht mehr an an bestimmte Dinge/Personen bzw. Zeitabschnitte erinnern. Es gibt mehrere Typen der Amnesie, unter anderem retrograde (rückwirkende) Amnesie und anterograde (vorwärtswirkende) Amnesie.

Anamnese

Unter dem Begriff Anamnese versteht man die Befragung des Patienten zu Beginn des therapeutischen oder ärztlichen Kontakts. Inhalt des therapeutischen Erstgesprächs sollen neben den persönlichen Daten die aktuelle Krankheitsentwicklung des Patienten, seine Krankheitsvorgeschichte, körperliche Erkrankungen, Drogen- und Medikamenteneinnahmen, der familiäre Hintergrund und Krankheiten in der Familie, die Biographie sowie die aktuelle soziale Situation sein.

Angststörung

Die Angststörung ist eine Störung, bei der die Furcht vor einem bestimmten Objekt (z.B. Spinnen) bzw. einer bestimmten Situation (z.B. Aufzug fahren) oder unspezifische Ängste im Vordergrund stehen.

Anorexie (Magersucht)

Von Anorexie betroffene Personen versuchen durch Reduzieren der Kalorienzufuhr (v.a. durch Hungern und kalorienarme Speisen/Getränke) und durch gleichzeitige Steigerung des Kalorienbedarfs (übermäßige körperliche Bewegung/Sport) ihr Körpergewicht zu reduzieren.

Antidepressiva

Antidepressiva (Thymoleptika) sind Psychopharmaka/Medikamente, die der Aufhellung der Stimmung dienen und je nach Zusammensetzung antriebssteigernd, antriebsdämpfend sowie beruhigend (sedierend) und angstlösend (anxiolytisch) wirken. Antidepressiva werden hauptsächlich zur Behandlung von Depressionen, aber auch bei Zwangsstörungen, Panikattacken sowie bei der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) eingesetzt.

Arousal

Der Begriff Arousal dient der Beschreibung eines erhöhten Erregungszustands beim Menschen, welcher sich in Anspannung, Wutausbrüchen, erniedrigter Frustrationstoleranz oder Konzentrationsschwierigkeiten äußern kann. Physiologisch geht ein Arousal typischerweise mit beschleunigtem Herzschlag, Schwitzen oder Zittern etc. einher.

Begriffe mit dem Buchstaben B

Barbiturate

Unter Barbituraten versteht man Derivate der Barbitursäure. Je nach Dosis haben Barbiturate zunächst eine sedierende, dann eine hypnotische und schließlich eine narkotische Wirkung und wurden daher lange Zeit zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt. Seit 1992 sind sie in Deutschland und Österreich nicht mehr zugelassen, da schon nach kurzem Gebrauch eine schwere körperliche und psychische Abhängigkeit entsteht. 

BDI = Beck-Depressions-Inventar

Dieser Test ist ein Selbstbewertungsinstrument um die Schwere einer Depression zu erfassen. Die revidierte Form des Fragebogens umfasst 21 Items, welche jeweils unterschiedliche Inhalte, wie zum Beispiel Unzufriedenheit, Schuldgefühle, negatives Körperbild oder Schlafstörungen, haben. 

Belastung

Als psychische Belastungen bezeichnet man von außen auf eine Person einwirkende psychologische Größen, die zu einer Beanspruchung der Person führen. Ist der Einfluss auf die Psyche der Person stark und hält die Belastung längere Zeit an, so spricht man von Stress. 

Bewusstsein

Eine allgemein anerkannte Definition für das Bewusstsein gibt es bis jetzt nicht. Es besteht aber Einigkeit darüber, dass Menschen nur aufgrund des Bewusstseins über Fähigkeiten verfügen wie z.B. erinnern, fühlen, denken und wahrnehmen.

Beziehungswahn

Beziehungswahn ist das häufigste Wahnthema im Rahmen psychotischer Erkrankungen. Betroffene sind der festen Überzeugung, die sie umgebenden Umweltereignisse geschähen nur ihretwegen (krankhafte Ich-Bezogenheit), und beziehen Dinge und Ereignisse in ihrer Umgebung übermäßig auf sich. Ein Beispiel: Eine Zeitungsanzeige/ein Passantenblick wird als verdeckte Mitteilung interpretiert. 

Benzodiazepine

Benzodiazepine sind als wichtigste Gruppe der Anxiolytika (Angstlöser) und Hypnotika (Schlafmittel) bekannt. In der psychiatrischen und psychotherapeutischen Praxis dienen sie der Behandlung von Angst- und Unruhezuständen.

Bipolare Störung

Erkrankung, deren Verlauf durch einen Wechsel von depressiven und manischen Episoden gekennzeichnet ist. 1-2% der Bevölkerung erleiden mindestens einmal in ihrem Leben eine Bipolare Störung. Bipolare Erkrankungen sind im Vergleich zu unipolaren Erkrankungen, d.h. der reinen Depression oder Manie, durch ein früheres Ersterkrankungsalter, einen schwereren Verlauf und ein höheres Suizidrisiko gekennzeichnet. 

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung wird auch „emotional instabile Persönlichkeitsstörung“ genannt. Mit dem Begriff wird versucht eine Anzahl von auffälligen Verhaltensweisen und Emotionen zu beschreiben. Die zahlreichen Symptome umfassen unter anderem Ängste, Depressionen, Autoaggressives Verhalten, Schwarz -Weiß –Denken und Depersonalisationsgefühle.

Bulimie

Die Bulimie wird auch Ess-Brechsucht genannt. Betroffene Personen erbrechen nach einer Mahlzeit (absichtlich) das soeben gegessene. Häufig haben die Betroffenen Fressanfälle, bei denen enorm große Mengen an Nahrung (teilweise über 10.000 Kalorien) gegessen werden.

Burnout

Unter Burnout versteht man die Reaktion eines Menschen auf anhaltende überfordernde Belastungen im Berufsleben, die mit zahlreichen psychischen sowie körperlichen Symptomen verbunden ist.

Begriffe mit dem Buchstaben C

Keine Begriffe vorhanden.

Begriffe mit dem Buchstaben D

Delirium

Das Delirium ist eine akute psychische Störung mit organischer Ursache, die sich in einer Bewusstseinstrübung äußert. Der Betroffene leidet unter Desorientiertheit, er tut sich schwer, Fragen zu beantworten, die seine eigene Person, die Zeit, den Ort oder die Situation betreffen. Ein Delirium kann z.B. als Reaktion auf Vergiftungen, Medikamente, Drogen, Infektionskrankheiten oder Hirntumore auftreten, häufig auch als eine Entzugserscheinung bei Alkoholismus (Delirium tremens). 

Denkstörung

Krankheitssymptom, in der Regel Symptom einer Psychischen Störung. Unterschieden wird zwischen inhaltlichen und formalen Denkstörungen. Inhaltliche Denkstörungen kennzeichnen sich z.B. dadurch, dass das Gedachte nicht richtig bzw. nicht realitätsbezogen ist. Formale Denkstörungen kennzeichnen sich durch einen gestörten Denkablauf. Dabei können Gedankenabreißen, Denkhemmung, Gedankenflucht und unter anderem auch Wortneubildungen vorkommen. 

Depersonalisation

Die Depersonalisation beschreibt Fremdheitsgefühle sich selbst gegenüber, das bedeutet, das Erleben der eigenen Persönlichkeit ist gestört. Sie muss sich jedoch nicht auf den ganzen Menschen beziehen, sondern kann auch nur Teilbereiche, wie Gedanken oder Körperteile als fremd erscheinen lassen. Die Depersonalisation kann jedoch auch bis zum Verlust der eigenen Identität führen. Derartige Symptome treten häufig bei Schizophrenie und Depressionen auf.

Depression

Bezeichnung für eine Stimmungslage mit gedrückter (bis trauriger) Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit, die von Antriebs-, Konzentrations- und Denkstörungen, herabgesetztem Selbstwertgefühl (Gefühle der Wertlosigkeit und der Schuld) und ähnlichen Veränderungen begleitet sein kann. 

Deprivation

Begriff für die Beschreibung eines Verlustzustandes, Mangels bzw. einer Entbehrung. Man unterscheidet unter anderem unter sozialer Deprivation, emotionaler Deprivation, subjektiver Deprivation etc. Häufig sind Kleinkinder von der emotionalen Deprivation betroffen, wenn sie mangelhaft umsorgt werden und ihnen die nötige „Nestwärme“ fehlt.

Desorientiertheit

Das Fehlen der Orientierung. Desorientiertheit ist ein Teilsymptom aller Bewusstseinsstörungen mit Ausfällen der zeitlichen, örtlichen oder situationsangepassten Orientierung.

Diathese-Streß-Paradigma

Dieses Modell geht davon aus, dass bei einer Person, die genetisch oder entwicklungsbiologisch für eine Krankheit eine Disposition besitzt, durch Stress oder andere belastende Erlebnisse die Krankheit überhaupt erst ausgelöst wird.

Disposition, genetische

Aus medizinischer Sicht versteht man darunter eine erhöhte Anfälligkeit bzw. erbliche Anlage für eine bestimmte Krankheit oder (psychische) Störung. 

Dopamin

Ist ein wichtiger Neurotransmitter im Zentralnervensystem, aber auch in einigen Systemen des Vegetativen Nervensystems. Dopamin benötigen wir für eine Anzahl von lebensnotwendigen Steuerungs- und Regelungsvorgängen. Ein zu hoher Dopamin-Spiegel in gewissen Hirnarealen wird mit den Symptomen der Schizophrenie bzw. Psychosen (nach der Dopaminhypothese) in Verbindung gebracht. Auch beim gesunden Mensch können durch den Missbrauch stark dopaminerger Substanzen wie Pramipexol oder LSD solche Symptome auftauchen. 

DSM

Steht für „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen). Es beinhaltet genauere und speziellere diagnostische Kriterien als das ICD 10 (International Classification of Diseases and Related Health Problems), ist deshalb aber auch nur auf nationaler Ebene sinnvoll anzuwenden.

Dynamik

Unter Dynamik versteht man im psychologischen Kontext die Triebkraft oder verändernde Kraft, die zum Beispiel Prozesse auslöst bzw. in Gang hält.

Begriffe mit dem Buchstaben E

Echolalie

Eine Störung des Sprachvermögens. Kann sowohl als krankhafter Zwang, Worte oder Sätze des Gegenübers zu wiederholen, in Zusammenhang mit dem Tourette-Syndrom, Schizophrenie oder Autismus auftreten, oder durch eine transkortikale sensorische Aphasie entstehen.

Elektroenzephalogramm (EEG)

Unter einem EEG versteht man die Aufzeichnung der mit Elektroden vom unverletzten menschlichen Schädel abgeleiteten, verstärkten elektrischen Spannungsschwankungen. Mithilfe dieser Aufzeichnungen lassen sich Aussagen über den Funktionszustand des Gehirns treffen.

Empathie

Unter Empathie versteht man das Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, sich in die Gefühlslage anderer Menschen hineinzuversetzen ohne sich von den Gefühlen anstecken zu lassen (deutliche Abgrenzung von dem Begriff der Gefühlsansteckung). 

Enuresis

Enuresis bezeichnet das Einnässen, wobei es eine Unterscheidung zwischen dem nächtlichen Einnässen (Enuresis nocturna, Bettnässen) und dem Einnässen am Tage (Enuresis diurna) gibt. Auch Mischformen können auftreten. Desweiteren wird zwischen der primären und der sekundären Enuresis unterschieden. Bei der primären Enuresis war das Kind noch nie dauerhaft trocken, im Gegensatz zu der sekundären Enuresis, bei der das Kind wieder einnässt nachdem es dauerhaft trocken war. Erst wenn die Symptomatik über 3 Monate hinweg mehr als 2 mal pro Monat gezeigt wird und das Kind älter als 5 Jahre ist, wird psychologisch korrekt vom Einnässen gesprochen.

Exploration

Dieser Begriff stammt aus der medizinischen Fachsprache, wo er für das Eruieren psychopathologischer Vorgänge mittels Befragung des Patienten steht. In der Psychologie beschreibt er die Ermittlung normaler psychischer Erscheinungen mittels Befragung des Probanden. 

Begriffe mit dem Buchstaben F

Fixierung

In der Psychoanalyse steht Fixierung für das Verharren oder Steckenbleiben in einer Entwicklungsphase. Dadurch bleiben die Triebobjekte und die Befriedigungsformen infantil.

FPI

Das Freiburger Persönlichkeitsinventar ist ein Multidimensionaler klinischer Persönlichkeitstest. Die revidierte Form des Fragebogens umfasst 138 Items, welche wiederum die zehn Skalen Lebenszufriedenheit, soziale Orientierung, Leistungsorientierung, Gehemmtheit, Erregbarkeit, Aggressivität, Beanspruchung, Körperliche Beschwerden, Gesundheitssorgen, Offenheit, sowie die zwei Sekundärskalen Extraversion und Emotionalität bilden.

Freud, Sigmund (1856-1939)

Vater der Psychoanalyse. Geb. in Freiberg, 1860 Umzug nach Wien, 1873 Medizinstudium in Wien, 1881 Promotion.1895 Publikation der für die Psychoanalyse grundlegenden „Studien über Hysterie“, 1900 „Die Traumdeutung“, 1923 Schaffenshöhepunkt mit „Das Ich und das Es“. 1902 Prof. für Psychiatrie (Neuropathologie), 1938 Emigration nach London.

Begriffe mit dem Buchstaben G

Gegenübertragung

Wenn ein Therapeut seine eigenen Gefühle, Vorurteile, Wünsche und Erwartungen auf seinen Patienten projiziert und somit seine objektive Position verlässt, so spricht man in der Psychoanalyse von Gegenübertragung.

Gestalttherapie

- Gestalttherapie ist ein humanistisches Psychotherapieverfahren
- Begründer ist Fritz Perls
- In der Gestalttherapie geht es um menschliches Wachstum
- Es wird an der Wahrnehmung dessen was ist gearbeitet
- Dabei stellen wir die Fragen nach dem was wir tun und wie wir es tun 
  weniger die Frage warum wir es tun
- Gestalttherapie findet im Gespräch statt

In einem Satz zusammenfassend ausgedrückt hat Gestalttherapie zum Ziel:
"Werde wie du bist"

Größenwahn (Megalomanie)

Der Größenwahn kann im Rahmen einer Schizophrenie, Manie oder progressiven Paralyse auftreten. Er beschreibt eine wahnhafte Selbsterhöhung, wobei sich der Betroffene übertriebene Eigenschaften und Fähigkeiten zuschreibt.

Gütekriterien

In der Psychologischen Diagnostik werden die einzelnen Messmethoden hinsichtlich ihrer Qualität nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Die Gütekriterien für psychodiagnostische Tests lassen sich in Haupt- und Nebengütekriterien einteilen. Zu den Hauptgütekriterien zählen Objektivität, Reliabilität (Zuverlässigkeit) und Validität (Gültigkeit).Die Nebengütekriterien umfassen Ökonomie, Nützlichkeit, Normierung und Vergleichbarkeit.

Begriffe mit dem Buchstaben H

Habituation

Habituation meint Gewöhnung. Wird derselbe Reiz in relativ kurzen Intervallen präsentiert, lässt die motorische oder sensorische Reaktion nach, und der Organismus habituiert auf diesen Reiz, d.h. er gewöhnt sich an diesen Reiz.

Halluzinationen

[lat. halucinari = träumen]. Als Halluzinationen werden Sinnestäuschungen bzw. Wahrnehmungen ohne entsprechende Reizgrundlage von außen bezeichnet. Sie können u.a. im Rahmen von Psychosen auftreten. Dabei können sie unterschiedliche Sinnesmodalitäten betreffen: Bei akustischen Halluzinationen hören die betroffenen Personen oft Stimmen, bei optischen Halluzinationen werden nicht vorhandene Dinge gesehen. Es kann aber auch der Geruchs- und Geschmackssinn oder das eigene Körperempfinden betroffen sein. 

Halluzinogene

Halluzinogene sind psychoaktive oder psychotrope Substanzen, d.h. Substanzen, die die Wahrnehmung verändern bzw. psychotische Symptome hervorrufen, ohne ausgeprägte Beeinflussung des Bewusstseins oder tiefgreifenden Gedächtnisverlust. Es kann beispielsweise zu einer verstärkten Farbwahrnehmung oder zur Vermischung von Sinneseindrücken kommen wie geschmeckte Töne oder gehörte Farben. Klassische Halluzinogene sind LSD und Meskalin. 

HAWIE-R

HAWIE-R steht für Hamburg-Wechsler Intelligenztest für Erwachsene – Revision 1991 von U. Tewes. Der Intelligenztest versteht Intelligenz nach dem Intelligenzkonzept von David Wechsler: Für ihn ist Intelligenz die allgemeine, globale Fähigkeit, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit seiner Umwelt vernünftig auseinander zu setzen und umfasst damit auch nicht-intellektuelle Aspekte. Der Test besteht aus einem Verbalteil (z.B. allgemeines Wissen, Zahlennachsprechen) und einem Handlungsteil (z.B. Bilderergänzen, Bilderordnen) und dauert 60 - 90 Minuten. 

Hebephrenie 

Hebephrenie ist die veraltete Bezeichnung eine Form der Schizophrenie, die vorwiegend im Jugendalter einsetzt (Jugendirresein). Bei der hebephrenen Schizophrenie ist neben anderen Symptomen der Schizophrenie v.a. der affektive Bereich betroffen: Flache Stimmungslage mit verminderter Schwingungsfähigkeit, Depressivität, inadäquater Affekt (d.h. Situation und Reaktion passen nicht zusammen) und emotionale Kälte. 

Hilflosigkeit, erlernte

Das Konzept der erlernten Hilflosigkeit wurde 1967 von dem amerikanischen Psychologen Martin E.P. Seligman geprägt. Seligman griff auf Beobachtungen aus alten Tierexperimenten zurück: Können sich Hunde aversiven Reizen (Schocks) nicht entziehen, verharren sie lethargisch, zeigen kein Vermeidungsverhalten und lassen die Schocks über sich ergehen. Nach der learned-helplessness-hypothesis haben die Hunde gelernt, dass ihr Verhalten keinerlei Einfluss auf die Konsequenzen hat bzw. dass sie der Umwelt hilflos ausgesetzt sind. Seligman übertrug das Konzept auf menschliche Verhaltensweisen und erklärt so den Zusammenhang von gefühlter Hilflosigkeit und Apathie und Depression. Laut Seligman betrachten Personen in einem Zustand der erlernten Hilflosigkeit Probleme als persönlich (in ihrer Person), generell (alle Aspekte des Lebens betreffend) und permanent (unveränderlich).

HIV

Diese Bezeichnung stammt aus dem Englischen und heißt ausgesprochen Human Immunodeficiency Virus (= Menschliches Immun-Schwäche-Virus). Dieser Virus kann die Krankheit AIDS auslösen..

Hormone

[griech. Horman = in Bewegung setzen]. Hormone sind biochemische Botenstoffe und werden in Drüsen (Schilddrüse, Hypophyse, Nebenniere und Bauchspreicheldrüse), von Neuronen im zentralen Nervensystem oder in spezialisierten Zellsystemen gebildet. Sie übermitteln Information zwischen Organen oder Zellen, allerdings wesentlich langsamer als Nerven. Hormone haben einen sehr starken Einfluss auf physiologische und psychische Prozesse. 

Hyperaktivität

Unter Hyperaktivität versteht man ein nicht kontrollierbares, überaktives Verhalten. Hyperaktivität ist symptomatisch für verschiedene psychische Krankheiten wie Depression, bipolare Störung, Autismus, Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, sowie auch für somatische Erkrankungen wie das Angelmann-Syndrom oder bei Hyperthyreose. Es ist differentialdiagnostisch abzugrenzen von einem erhöhten Bewegungsdrang, wie er beispielsweise bei dem Restless-Legs-Syndrom vorliegt. Man geht davon aus, dass ADHS- Patienten unter einer gestörten Aktivierungsmodulation leiden, was bedeutet, dass es ihnen Schwierigkeiten bereitet, ihr kortikales Erregungsniveau an die wechselnden Anforderungen anzupassen.

Hypnotherapie

Die Klinische Hypnosetherapie ist eine Methode, die vor allem bei körperlichen oder seelischen Beschwerden ohne zunächst offensichtliche Ursachen, Lösungsansätze bieten kann. Hier ist der Ansatz der Hypnotherapie eine Möglichkeit, gemeinsam nach diesen Ursachen zu suchen. Durch Hypnose ist es einfach möglich, die eigene Sicht zu überprüfen und automatisierte Verhaltensweisen zu verändern oder neu zu bewerten. In Trance gelingt es häufig leichter, Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln und somit die Ursachen der jeweiligen Störung anzugehen, neu zu bearbeiten und schließlich aufzulösen.

Hypochondrie

Hypochondrie bezeichnet eine psychische Störung, bei der die Betroffenen unter der Angst leiden, an einer ernsthaften körperlichen Erkrankung zu leiden, ohne dass ein objektiver medizinischer Befund dafür vorliegt. Dies geht einher mit einer gedrückten Stimmungslage (Angst und Depressionen) und übersteigerter Selbstbeobachtung. Häufig wird psychotherapeutische Hilfe abgelehnt, weil die Betroffnen ja gerade vom somatischen Ursprung seiner Krankheit überzeugt sind.

Hypnose

Durch die Einleitung einer hypnotischen Trance wird die Aufmerksamkeit in besonderer Weise gebündelt, so dass Erinnerungsbilder oder Zukunftsvorstellungen und innere Bilder von Bewegungsabläufen (Sport) oder von körperlichen Vorgängen (Organheilung) intensiv erlebt werden. Gleichzeitig können störende Reize (Ablenkungen bei Arbeit oder Sport) und Schmerzen leichter ausgeblendet werden. Dadurch entsteht ein subjektiv veränderter Bewusstseinszustand, in dem das Individuum sich einerseits losgelöst von der Umgebung empfinden kann und anderseits besseren Zugang zu seinen Gefühlen und den eigenen Ressourcen hat. 

Hysterie

Früher bezeichnete dieser Begriff einen psychischen Zustand, bei dem neben seelischen Störungen besonders auch verschiedene Symptome auftreten können, ohne dass körperliche Ursachen nachzuweisen sind. Heute wird stattdessen unterschieden zwischen der Bezeichnung für psychogene somatoforme Störung im Sinne einer Konversionsstörung und der Histrionischen Persönlichkeitsstörung nach DSM-IV mit übermäßiger Emotionalität, Egozentrismus und Geltungsstreben.

Begriffe mit dem Buchstaben I

ICD

Abk. für International Classification of Diseases, und bezeichnet die Internationale Klassifizierung von Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation als Diagnoseschlüssel psychatrischer Krankheiten. Mithilfe dieses Diagnosesystems können die Beschreibung und Interpretation psychischer Störungen vereinheitlicht werden. Daneben wird vor allem in den USA das DSM-IV der American Psychiatric Association zur Diagnose herangezogen.

Ideenflucht

Bei der Ideenflucht ist das Denktempo gesteigert, und es kommt zu einem schnellen, zusammenhanglosen Ablauf von Gedanken und Vorstellungen. Den Betroffenen gehen sehr viele Gedanken durch den Kopf. Dabei fehlen die Leitvorstellungen für den Gedankenablauf, die Assoziationen sind gelockert, und die Themen wechseln ständig. Ideenflucht kann unter Manien und Rauschzuständen auftreten.

Interaktion

Interaktion bezeichnet das wechselseitige aufeinander Einwirken bzw. die gegenseitige Beeinflussung. Mit sozialer Interaktion ist gemeint, dass sich Individuen innerhalb und zwischen Gruppen gegenseitig beeinflussen, ihr Handeln aufeinander beziehen und es dadurch zu Veränderungen des Verhaltens oder von Einstellungen und Meinungen kommen kann. 

Interview

Das Interview ist eine Methode zur Datenerhebung in Form einer Einzelbefragung. Häufig werden Interviews zum Zwecke der Diagnostik und Intervention in der Klinischen Psychologie durchgeführt, um möglichst umfangreiche und aussagekräftige Informationen über ein Individuum zu erhalten. Es können Interviews mit standardisierten Fragen und relativ freie Interviewformen unterschiede werden.

Introspektion

Introspektion heißt wörtlich „In-sich-hineinsehen“. Damit sind Methoden der Selbst – und Erlebnisbeobachtung gemeint, d.h. der Analyse des eigenen Erleben und Verhaltens. Im 19. Jahrhundert war dies die gängigste Methode der Psychologie.

Introversion

Introversion bezeichnet eine Persönlichkeitsausprägung, die den Gegenpol zur Extraversion darstellt. Bei introvertierten Typen wird das Denken, Fühlen und Handeln durch die Innenwelt determiniert. Sie sind eher scheu, zurückgezogen, reflektierend und sorgfältig.

Begriffe mit dem Buchstaben J

Keine Begriffe vorhanden.

Begriffe mit dem Buchstaben K

Katatonie

Katatonie bezeichnet psychomotorische Störungen, die in Zusammenhang mit einer Schizophrenie oder schweren Depression auftreten können. Sie kann als Spannungszustand mit Hemmung der Motorik und Bewegungsanomalien wie Stupor (Starre des Leibes) oder auch als psychomotorischer Erregungszustand auftreten. 

Klaustrophobie

Klaustrophobie (lat. claudere = schließen und griech. Phobos = Angst) bezeichnet eine spezifische Angst bezeichnet wird.vor dem Aufenthalt in geschlossenen und engen Räumen, die deshalb auch als Raumangst.

Kognition

Kognition ist ein relativ uneinheitlich verwendeter Begriff und bezieht sich auf die Informationsverarbeitung von Menschen: Dazu gehören Vorgänge und Strukturen wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Erinnerung, Lernen, Kreativität, Vorstellung, Begriff, Gedanken, Planung und Problemlösen. Oft ist das Denken in einem umfassenden Sinne gemeint.

Kognitive Verhaltenstherapie 

Eine Form der Verhaltenstherapie. Im Mittelpunkt dieses Verfahrens stehen Kognitionen. Kognitionen umfassen Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen 

Konfabulation

Konfabulationen sind erdichtete Aussagen und Geschichten, die der Erzähler als wahr empfindet. Sie können beispielsweise auf fehlerhaften Wahrnehmungen oder auf Gedächtnistäuschungen beruhen. Oft werden bei hirnorganischem Abbau so Gedächtnislücken gefüllt. Konfabulationen können bei Alkoholismus (Korsakow-Syndrom), dem Parkinson-Syndrom und anderen hirnorganischen Erkrankungen auftreten.

Konflikt

Ein Konflikt (lat.: confligere = aneinander geraten, kämpfen; PPP: conflictum) ist die Folge von wahrgenommenen Differenzen, die gegenseitig im Widerspruch stehen und eine Lösung erfordern.

Körperpsychotherapie

Eine zentrale Annahme der Körperpsychotherapiemethoden das Körper und Geist in einer untrennbaren Wechselwirkung stehen. Laut Daniel Schacter gibt es neben dem üblicherweise bekannten, expliziten Gedächtnis ein sensorisch und motorisch strukturiertes Gedächtnis, dass im limbischen System lokalisiert und dem Bewusstsein nicht unmittelbar zugänglich ist. In der Körperpsychotherapie werden körperlichen Phänomene fokussiert und ins Bewusstsein gerückt. Über die Körperachtsamkeit wird die Aufmerksamkeit auf das Innere und v.a. körperliche Erleben gelenkt. Achtsamkeit ist ein Bewusstseinzustand im dem es möglich wird, aus einer nicht wertenden, inneren Distanz Zeuge des momentanen Erlebens zu werden.

Korsakow-Syndrom

Das Korsakow-Syndrom bezeichnet ursprünglich eine bei Alkoholmissbrauch beschriebene Form der Gedächtnisstörung (Amnesie), wobei durch den Alkohol schwerste Gehirnschädigungen vorliegen. Die Amnesie zeigt sich zum einen in Merkfähigkeitsstörungen, d.h. die Betroffenen sind nicht in der Lage, neue Inhalte im Gedächtnis abzuspeichern, und zum anderen können Inhalte aus der Vergangenheit nicht mehr abgerufen werden. Die Erinnerungslücken werden durch Konfabulationen (erdichtete Geschichten, die die Betroffen selbst als wahr empfinden) gefüllt. Die zeitliche, räumliche und die Orientierung in Bezug auf die eigene Person kann deutlich gestört sein. 

Begriffe mit dem Buchstaben L

Lithium

Lithium ist ein Alkali-Metall und ist das leichteste aller Metalle. Als Arzneimittel wird es eingesetzt bei der rezidivprophylaktischen Behandlung affektiver Störungen (affektive Psychose, Manie und Depression). 

Begriffe mit dem Buchstaben M

MAO

MAO ist die Abkürzung für Monoaminooxidase, ein Enzym, das am Abbau von Noradrenalin, Serotonin und Dopamin beteiligt ist. Stoffe, die dieses Enzym hemmen, werden MAO-Hemmer (MAOH) genannt und als Antidepressiva verwendet.

Masochismus

Der Begriff Masochismus gründet auf den österreichischen Schriftsteller Sacher-Masoch und beschreibt, dass ein Mensch nur sexuelle Befriedigung mit dem Erleiden von Schmerzen, Demütigung und Qual erfährt.

Mobbing

Unter Mobbing versteht man systematische und gezielte Schikanen, die von einer oder mehreren Personen gegen eine Person gerichtet sind und die wiederholt und über einen längeren Zeitraum ausgeübt werden. Mobbing tritt insbesondere an Schulen oder am Arbeitsplatz auf, wo es neben den schädlichen Folgen für die Opfer auch zu volks- und betriebswirtschaftlichen Einbußen kommen kann.

Modellernen

Das Modelllernen ist eine Standardtechnik der Verhaltenstherapie, spielt aber implizit in fast allen Formen psychotherapeutischer Beratung eine Rolle.

Mortalität

Mortalität heißt Sterblichkeit. Die Mortalitätsrate gibt die Zahl der Todesfälle im Verhältnis zur Zahl der Gesamtbevölkerung an.

Mutismus

Mutismus ist eine Kommunikationsstörung und äußert sich in vollkommener Sprachlosigkeit trotz bereits erworbener und noch bestehender Sprechfähigkeit. Die Störung tritt häufig im Kindes- und Jugendalter auf im Zusammenhang mit einer Depression. Durch Mutismus wird die gesamte Entwicklung (emotional, kognitiv und sozial) beeinträchtigt, da die Betroffenen oft aus sozialer Angst heraus den Umgang mit anderen Menschen meiden.

Begriffe mit dem Buchstaben N

Narkolepsie

Eine Schlafstörung, die sich durch einen starken Schlafdrang auszeichnet. Im Gegensatz zur Hypersomnie handelt es sich hierbei aber nicht nur um ein außergewöhnlich starkes Schlafbedürfnis, sondern um eine tiefgreifende Störung der Schlafrythmik. Es kann zu partiellem Tonusverlust (z.B. Einsinken in Nacken und/oder Knien) bei Gemütserregungen oder Lachen, sowie zu hypnagogen Halluzinationen (optische und akustische Sinnestäuschungen im Halbschlaf, beim Einschlafen oder Aufwachen) kommen.

Narzissmus

Begriff stammt von der griechischen Sage des Jünglings Narcissus, der sich in sein Spiegelbild verliebte. Nach Freud bezeichnet Narzissmus den Vorgang/Zustand, dass das eigene ich mit Libido besetzt, d.h. zum „Sexualobjekt“ wird. Narzissmus ist eine Charaktereigenschaft, die gekennzeichnet ist durch ein geringes Selbstwertgefühl bei gleichzeitiger Selbstüberschätzung und großem Wunsch nach Bewunderung.

Negativismus

Unter Negativismus versteht man das äußerlich gleichgültig erscheinende, bewegungslose Verhalten von psychisch Kranken bei innerer Widerständigkeit. Es tritt als Symptom bei der katatonen Schizophrenie auf.

Neologismus

Unter einem Neologismus versteht man eine Wortneuschöpfung unter Verwendung einer ungewöhnlichen Kombination von Silben mit unterschiedlicher Bedeutungshaltigkeit. Oft treten Neologismen bei erregten Psychosen auf.

Neuron

Neurone sind Nervenzellen, die auf Empfang, Leitung und Übertragung elektrochemischer Signale spezialisiert sind. Sie sind Bestandteil des Nervensystems und bestehen aus einem Nervenzellkörper mit einem Zellkern, Dendriten und einem Axon mit meist mehreren synaptischen Endigungen. Über die Synapsen steht das Neuron in Verbindung mit anderen Nervenzellen oder Empfängerzellen. Das menschliche Gehirn besteht aus 30 bis 100 Milliarden Neuronen.

Neurose

Der Begriff Neurose wird heute weitgehend nicht mehr verwendet. Neurosen sind psychische Verhaltensstörungen ohne organische Grundlage. Das entsprechende Verhalten kann vom Neurotiker zwar nicht kontrolliert werden, andererseits ist sich der Neurotiker sich im Gegensatz zur Psychotiker der Störung bewusst und sieht die Ursachen in sich selbst. Zwangsstörungen und Phobien werden zu den Neurosen gerechnet. 

NLP

NLP steht für Neurolinguistische Programmierung und wurde begründet von J.Grinder und R. Bandler. Sie gingen davon aus, dass jeder Mensch die über verschiedene Sinneskanäle aufgenommene Information in Form „individueller Landkartenserien“ abspeichert. NLP vereint Methoden aus verschiedenen psychologischen Ansätzen (Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, Hypnotherapie) und beschäftigt sich dabei vor allem mit der Kommunikation. Entsprechend der NLP ist das Empfinden des Menschen ein Ausdruck inner Modelle und Bilder, die er von seiner Umgebung entwirft. Vor allem der sprachliche Ausdruck oder der gedachte sprachliche Ausdruck und die bildlichen Gedanken bestimmen die Wahrnehmung eines Menschen. Darauf soll durch NLP Einfluss genommen werden.

Begriffe mit dem Buchstaben O

Keine Begriffe vorhanden.

Begriffe mit dem Buchstaben P

Pädophilie

Unter Pädophilie versteht man eine sexuelle Präferenz für Kinder bzw. Menschen, die die Geschlechtsreife noch nicht erlangt haben. Die Diagnose laut DSM-IV setzt ein Mindestalter von 16 Jahren voraus und der Altersunterschied zwischen Täter und Opfer muss mindestens 5 Jahre betragen. Pädophilen fehlt es oft an der Krankheitseinsicht und sie verspüren auch selten Leid. Aus diesem Grund findet die Therapie häufig gegen ihren Willen statt. Im Rahmen der Therapie wird mit gutem Erfolg an problematischen Annahmen, am Verhaltensrepertoire mit Hilfe von Rückfallpräventionstrainings und an den Gedanken/Fantasien der Täter gearbeitet.

Pathologie

Die Pathologie ist die Lehre von den Krankheiten, sowie ihren Ursachen, den Entstehungsweisen, den Verlaufformen, den Erscheinungsformen und den durch sie hervorgerufenen organischen Veränderungen.

Phobie

Dieser Begriff beschreibt die übermäßige Furcht vor bestimmten Situationen, Tätigkeiten, Tieren, Gegenständen oder Personen. Eine Phobie kann sich sowohl in Gefühlen, wie zum Beispiel ersticken zu müssen, ausdrücken, als in physiologischen Reaktionen, wie Zittern, schnelle Atmung, Schwitzen und Herzklopfen ausdrücken. Häufig auftretende Phobien sind unter anderem Tier-Phobien (z.B. Spinnenphobie), Agoraphobien (Platzangst), oder Klaustrophobien (Angst vor geschlossenen Räumen). 

Posttraumatische Belastungsstörung

Es handelt sich um eine emotionale Störung, die als Reaktion auf ein psychisches Trauma auftritt, das die individuellen Bewältigungsstrategien der betroffenen Person deutlich überfordert hat. 

Prävention

Vorbeugung, Verhütung, vorbeugende Maßnahmen. 

Psychoanalyse

Die Psychoanalyse ist die Lehre von den bewussten und unbewussten Vorgängen in der menschlichen Psyche.

Psychotherapie

Unter dem Begriff Psychotherapie wird die Behandlung psychisch, emotional und psychosomatisch bedingter Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen durch einen Psychotherapeuten verstanden.

Begriffe mit dem Buchstaben Q

Keine Begriffe vorhanden.

Begriffe mit dem Buchstaben R

Rorschach-Test

Testverfahren, entwickelt von dem Schweizer Arzt Hermann Rorschach. Es handelt sich dabei um zehn Bilder mit verschiedenen Tintenklecksen, die vom Patienten in unterschiedlicher Weise interpretiert werden können und aus den Ergebnissen unter anderem auf die Persönlichkeit bzw. die Wünsche und Motive des Patienten geschlossen werden kann. 

Begriffe mit dem Buchstaben S

Schlafstörung

Unter Schlafstörungen versteht man Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten. 

SCL-90-R = Symptom-Checkliste

Bei dieser Symptom-Checkliste wird eine Person , anhand neunzig vorgegebenen Symptomen, zu ihrer körperlichen und psychischen Verfassung in den zurückliegenden sieben Tagen befragt. 

Selbstwert (-gefühl)

Selbstwert (oder Selbstwertgefühl) ist der Eindruck, den man von sich selbst und seinem Charakter hat. 

Soziale Kompetenz

Dieser Begriff bezeichnet Fähigkeiten und Fertigkeiten zum "sozialen" Handeln. Diese Fertigkeiten beziehen sich auf verschiedene Situationen in denen wir uns täglich befinden, auf das zwischenmenschliche Verhalten und den Umgang mit anderen.

Soziale Phobie

Die Soziale Phobie bezeichnet die dauerhafte Angst vor sozialen Begegnungen bzw. vor dem Umgang mit anderen Menschen. Diese Angst bezieht sich jedoch auch auf die Bewertung durch andere, auf die Furcht den Erwartungen anderer nicht entsprechen zu können. Menschen mit dieser Phobie weisen eindeutig Isolierungstendenzen auf, die sich sogar bis auf den Freundes- oder Verwandtenkreis ausweiten können. 

Standard Progressive Matrices =SPM

Dieser sprachfreie Intelligenztest aus der Raven-Matrizen-Testserie wurde bereits 1938 veröffentlicht. Anhand dieses Tests lassen sich die unterschiedlichsten Grade kognitiver Fähigkeiten erfassen und das bei verschiedensten Altersgruppen und unabhängig von Herkunft oder Bildungsstand. 

Systemische (Familien-) Therapie

Sie betrachtet systemische Zusammenhänge und zwischenmenschliche Beziehungen in einer Gruppe (z.B. Familie) als Grundlage für die Diagnose und Therapie von seelischen Beschwerden und zwischenmenschlichen Konflikten. 

Begriffe mit dem Buchstaben T

Tinnitus

Unter Tinnitus versteht man Ohrgeräusche, Ohrensausen und Ohrklingeln. Häufig entsteht der Tinnitus als Folge eines Hörsturzes oder aufgrund psychischer Belastungen. 

Begriffe mit dem Buchstaben U

Keine Begriffe vorhanden.

Begriffe mit dem Buchstaben V

Verhaltenstherapie

Im Mittelpunkt dieser Psychotherapiemethode steht, dass dem Patienten (nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme) Methoden vermittelt werden, mit denen er zukünftig mit und in seinem Alltag besser zurecht kommt. 

Begriffe mit dem Buchstaben W

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